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Die Kirche ist "in der Welt" präsent und dafür engagieren sich die Menschen.

 - Prof. Dr. Ursula Bilitewski
Prof. Dr. Ursula Bilitewski, Durch Bischof Trelle berufenes Mitglied

Diözesane Räte suchen nach neuen Wegen

Am Samstag, dem 23. Januar 2021, kamen die Vorsitzenden, die Geschäftsführer*innen der Diözesanräte sowie die Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) aus den Diözesanräten digital zusammen. In seinem Grußwort wies ZdK-Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg auf die „unsäglichen Vorgänge“ im Erzbistum Köln hin und kritisierte unter anderem die geplanten Pfarreireformen als Entpersonalisierung der Pastoral.

Unter dem Titel „Diözesanräte als relevante gesellschaftliche und kirchliche Akteure“ wurde in virtuellen Gruppendiskussionen debattiert. Dabei standen neben dem Synodalen Weg der Populismus in Gesellschaft und kirchlichen Gremien sowie das sozialpolitische Engagement der Diözesanräte im Fokus. Besonders engagiert diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie die Ortsgemeinden trotz der Pandemie wieder wachsen können.

Im zweiten Teil der Tagung blickten ZdK-Generalsekretär Marc Frings und der Referent für den Synodalen Weg, Dr. Rainer Gottschalg, auf das erste Jahr des Synodalen Weges zurück. Marc Frings unterstützte das Bemühen der Räte um mehr Vernetzung im Hinblick auf den Synodalen Weg und betonte: „Die Konfliktlinien verlaufen nicht zwischen ZdK und DBK, sondern sind anders verortet“. Er gab zu bedenken, dass die Texte der Synodalforen verständlich formuliert sein müssten, und verwies insbesondere auf die Internationalisierung des Synodalen Wegs in Form von Einbindung europäischer Beobachterinnen und Beobachter und der Idee, den Dialog mit Nachbarländern zum Synodalen Weg zu suchen.

Winfried Quecke resümiert: "In der Untergruppe zum Synodalen Weg wurde insbesondere deutlich, dass es eine Diskrepanz zwischen den Mitgliedern in Foren und den „normalen“ Synodalen gibt. Die vereinbarte Vertraulichkeit in den Foren führt zwar zu ruhigerem Arbeiten, nimmt dem Prozess aber, insbesondere in Zeiten von Corona, den Schwung. Sehr wichtig fand ich, dass angesichts der „Störmanöver“ einiger Bischöfe daran erinnert wurde, dass der gesamte Synodale Weg zunächst eine Initiative der Bischofskonferenz war, die anschließend das ZdK um Unterstützung gebeten hat."

Anschließend lag der Fokus auf dem Planungsstand des 3. Ökumenischen Kirchentags 2021 sowie des 102. Deutschen Katholikentags 2022 in Stuttgart. Dr. Thomas Großmann, Leiter der Arbeitsgruppe „Katholikentage und Großveranstaltungen“ im ZdK-Generalsekretariat, dankte den Räten für ihre Mitwirkung in der Vorbereitung, sprach über das neue digitale und dezentrale Format des ÖKT, der ein „Hoffnungssignal in dieser Pandemie“ sei, und gab einen Überblick zu den geplanten Veranstaltungen. 

Vorsitzender Dr. Christian Heimann hält die Rätetagung für eine unverzichtbare Veranstaltung im Kalender, "weil hier deutlich wird, dass wir – bei aller Unterschiedlichkeit in den Bistümern – gleiche Sorgen und Anliegen haben, insbesondere was eine deutlich stärkere Partizipation von Laiengremien bei Entscheidungsprozessen in den Diözesen angeht.“ 

 

ZdK PM 25.1.2021 // Dr. Heimann, Quecke