Menü
Diözesanrat Bistum Hildesheim Logo

Eine vielfältige, gewachsene und in gemeinsamer Verantwortung getragene Kirche, die Freude und Kraft ausstrahlt.

 - Miriam Albers
Miriam Albers, Vertreterin des Dekanates Goslar

Synodaler Weg

Schwester Philippa und Winfried Quecke im Gespräch. Foto: Domradio.

Winfried Quecke und Bischof Dr. Heiner Wilmer

Teilnehmer bei der ersten Synodalversammlung aus Hildesheim: Winfried Quecke, Weihbischof Bongartz, Bischof Dr. Wilmer und Weihbischof Dr. Schwerdtfeger.

Einzug zum Gottesdienst. Foto: Nadine Malzkorn/ZdK

Merchandise zum synodalen Weg.

Winfried Quecke hat nach der Synodalversammlung ein Interview in der Kirchenzeitung gegeben und einen Brief an die Diözesanratsmitglieder geschrieben.


Liebe Diözesanratsmitglieder,

die erste Synodalversammlung des Synodalen Weges ist vorbei und ich bin wohlbehalten wieder aus Frankfurt zurück. Es war ein gelungener Auftakt, ich werde ausführlicher darüber bei unserer nächsten Vollversammlung berichten.

Einige werden die Beratungen möglicherweise im live-stream verfolgt haben, andere die Berichterstattung in den entsprechenden Medien, z.B. katholisch.de, der Facebook-Seite des Synodalen Weges und Berichte von Bernward Medien auf der Homepage unseres Bistums.

Was aber bedauerlich ist, sind Versuche im Nachgang der Versammlung diese zu diskreditieren. Es lohnt sich durchaus, die Bewertung von Kardinal Woelki im Domradio nachzulesen. Er formuliert hier in aller Klarheit sein Kirchenbild, ich erspare mir dazu den Kommentar. Jede/r möge sich ein eigenes Urteil bilden. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist der Versuch einer Legendenbildung, das Präsidium habe abweichende Anträge bzw. Meinungen massiv unterdrückt. Es gibt offenkundig eine kleine Gruppe von Bischöfen, die den Synodalen Weg, seine Schwerpunkte und die Arbeitsweise nicht nur nicht mittragen, sondern offenkundig verunmöglichen wollen. Dazu dienen Anträge, die komplett neue Themenfelder eröffnen wollen. Ja, der synodale Weg bespricht nicht alle denkbaren Themenbereiche, ich hätte mir auch einen Schwerpunkt „Jugend" vorstellen können, aber Versammlungen dieser Größe müssen sich auf das Leistbare beschränken. Dazu gehören auch Verfahrensweisen, die nach demokratisch-parlamentarischen Gepflogenheiten die Abläufe regeln. ZdK-Mitgliedern sind diese sehr vertraut, möglicherweise hätten sie noch mehr erläutert werden können. Wenn aber versucht wird, über die Geschäftsordnung Verfahrensweisen einzuführen, die den gesamten Beratungsprozess zur Folgenlosigkeit verdammt hätten, dann muss man damit leben, wenn ein solcher Versuch mit übergroßer Mehrheit abgelehnt wird. Wie gesagt: dies als diktatorische Beschränkung der Meinungsfreiheit zu verunglimpfen, ist der Versuch einen Opfermythos zu konstruieren.

Ansonsten bin ich sehr hoffnungsvoll, ich sehe viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und andere Getaufte und Gefirmte in der Versammlung, die ebenfalls die Notwendigkeit von Veränderungen sehen.

Herzlichen Gruß und bis zum Wiedersehen am 22. Februar in Hildesheim

Winfried Quecke

2. Februar 2020