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Die Kirche ist ökonomisch geprägt, solidarisch an der Seite der Menschen in Not, geprägt von einem geschwisterlichen und gleichberechtigten Umgang. Sie ist offen und gastfreundlich zu allen Menschen. Sie ist orientiert am Evangelium und fördert die Ausprägung individueller Spiritualität. Sie ist engagiert in den Bereichen Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden. Sie ist uneinheitlicher, kleiner, ärmer und weniger einflussreich als heute. Dafür ist sie lebendig, ansteckend, solidarisch, offen und orientiert an den Lebenssituationen der Menschen.

 - Stefan Schleper
Stefan Schleper, Vertreter des Dekanatspastoralrates Unterelbe

Stellungnahme zum Klimastreik der Fridays for Future Bewegung

Stellungnahme des Diözesanrates der Katholik*innen im Bistum Hildesheim zum Klimastreik der Fridays For Future Bewegung
Weltweit setzen sich junge Menschen nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg für den Klimaschutz ein. Die Bewegung „Fridays For Future“ fordert unter anderem die Einhaltung des Pariser Übereinkommens und des Ziels, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken.
Der Diözesanrat unterstützt als unabhängiges Gremium der im Bistum Hildesheim ehrenamtlich engagierten Menschen die Ziele von Fridays For Future ausdrücklich. Wir sind der Ansicht, dass gerade Menschen in der katholischen Kirche aus ihrem Glauben heraus eine besondere Verantwortung für ihre Mitmenschen und für die Bewahrung der Schöpfung tragen.
Der Diözesanrat engagiert sich seit geraumer Zeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beispiele hierfür sind die Mitgliedschaft in der Allianz für die Schöpfung, die Beteiligung am Klimafasten, der Energieleitfaden (der zum Thema Bewahrung der Schöpfung und Energiesparen praktische Handlungsempfehlungen gibt) oder etwa der digitale Umweltkoffer, der es Interessierten auf einfache Art und Weise ermöglicht, das Thema in ihre Gruppen, Gremien und Pfarreien zu transportieren.

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann – etwa durch die Nutzung von klimafreundlichen Verkehrsmitteln, die Vermeidung von Müll, den Einkauf von saisonalen und regionalen Lebensmitteln, einen bewussten Fleischkonsum oder den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. All dies ist zuhause möglich – und warum nicht auch in der Gemeinde?
Gleichzeitig sind wichtige und umfassendere Änderungen erforderlich, auf die der/die Einzelne keinen Einfluss hat. Hiersind Politiker*innen maßgeblich gefragt, noch in diesem Jahr die notwendigen Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft einzuleiten, wichtige Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen und die Klimaschutz-Ziele konsequent zu verfolgen.
Aus diesem Grund freuen wir uns über jede*n, der/die am 20. September 2019 am dritten globalen Klimastreik von Fridays For Future teilnimmt, sich dadurch gesellschaftspolitisch engagiert und ein wichtiges Zeichen in Richtung Politik setzt, während in Berlin das Klimakabinett tagt.
Die Einladung und Ermutigung aller Gemeinden durch Generalvikar Martin Wilk, am 20. September um 11:55 Uhr den weltweiten Streik mit fünfminütigem Glockengeläut zu unterstreichen, begrüßen wir außerordentlich und würden uns freuen, wenn viele Pfarrgemeinden sich daran beteiligen würden.. Auf diese Weise kann man als Gemeinde die Stimme erheben und ein hörbares Zeichen für die Unterstützung der Klima-Proteste setzen.