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Diözesanrat Bistum Hildesheim Logo

Eine kleine(re) Kirche, eine authentische(re) Kirche mit viel Offenheit der Welt und den Menschen gegenüber.

 - Teresa Schubert
Teresa Schubert, Durch Bischof Trelle berufenes Mitglied.

Kirche, wozu?!

Die aktuelle Situation der Kirche in Deutschland macht den Gläubigen und den Verantwortlichen in der Kirche zu schaffen. Der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim hat deshalb am 21. Januar 2023 zum Neujahrsempfang unter dem Thema „Kirche, wozu?!“ geladen. Rund 100 Gäste aus den Gemeinden, Dekanaten und dem Bistum sind der Einladung ins Kloster Lüne gefolgt.

Als Referent*innen haben Prof. Dr. Detlef Pollack, Botschafter Dr. Bernhard Kotsch und Maria Herrmann den Neujahrsempfang inhaltlich gefüllt.

Am anschließenden Podium nahmen Dr. Christian Heimann, Vorsitzender des Diözesanrates, und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ teil und kamen unter Moderation von Michael B. Berger mit Professor Pollack und Maria Herrmann ins Gespräch.

„Unser Ziel ist es, die Zukunft der Kirche besser zu gestalten, als sie jetzt ist. Dazu müssen wir neue Optionen ausprobieren, evaluieren und an Bruchstellen nachjustieren“ meint Dr. Heimann. In seinem Grußwort an die Gäste ermutigt der Vorsitzende – inspiriert durch Chat GPT – auf die Kraft des Gebetes zu vertrauen. Diesen Punkt greift Bischof Wilmer auf: „Wir müssen die Kraft des gelebten Glaubens wieder stärken, denn die Zahl der Menschen, die einen aktiven Glaubensvollzug leben, ist stark eingebrochen“. Er warnt aber auch vor der Erwartung, dass durch die Umsetzung der notwendigen Reformen viele Wiedereintritte stattfinden würden. „Kirche muss den Raum offenhalten, in dem jede einzelne Person sein darf, wer und wie sie ist, ein Raum, in dem der Mensch weinen darf, ohne sich zu schämen“.

Maria Herrmann stellt die Neugier in den Mittelpunkt der Suche nach neuen Aufbrüchen. Auch sie sieht in Kirche als Raum, der dem Menschen Gottes Neugier auf jede*n Einzelne*n zuspricht. „Kirche muss den Raum öffnen, in der der Mensch Gottes Neugier auf sich spürt. Wir müssen aber auch respektieren, dass genau diese Erfahrung nicht herstellbar, nicht planbar ist“.

Nach der Podiumsdiskussion schloss sich ein offener Empfang in den Räumlichkeiten des Klosters Lüne an. Das Kloster wird von evangelischen Stiftsdamen bewohnt und bewirtschaftet und gehört zur Klosterkammer Hannover. Insgesamt blickt der Ort auf eine über 850-jährige Tradition gelebten Glaubens zurück.

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