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Meine Vision von "Kirche 2030" ist eine erfolgte positive Umsetzung der lokalen Kirchenentwicklung.

 - Werner Kohrs
Werner Kohrs, Vertreter des Deutschen Katecheten Vereins, Diözesanverband Hildesheim.

Mit Ökumene in die Zukunft

Auf seiner jüngsten Vollversammlung am 4. Und 5. November 2022 hat der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Ökumene beschäftigt. Nicht nur der Tagungsort, das evangelische Hanns-Lilje-Haus an der Hannoverschen Marktkirche zeugte davon. Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, Regionalbischof Friedrich Selter aus Osnabrück und die Ökumenereferentin des Bistums Hildesheim Katharina Freudenberger waren zu Gast. Von ihnen hielt jeder einen Impulsvortrag aus der je eigenen Perspektive und auf Grundlage der eigenen Erfahrungen. Weihbischof Dr. Schwerdtfeger sieht in der ökumenischen Bewegung einen Prozess der gegenseitigen Bereicherung. „Eine zutiefst ökumenische Haltung drückt sich darin aus, dass sie den Durst nach dem Glauben des Anderen wachhält“ so Dr. Schwerdtfeger.

Regionalbischof Selter knüpfte an diesem Punkt an. Ökumene müsse eine „Ökumene des Herzens“ sein, um ein aufrichtiges aufeinander Zugehen mit Respekt und Achtung vor dem Glauben des Gegenübers zu ermöglichen. Selter berichtete davon, wie Kirche sich in die Zukunft bewegen müsse, so sei ein zentrales Anliegen, die Themen des Alltags der Menschen geistlich zu verstehen – und das auch digital zu ermöglichen.

Ökumenereferentin Freudenberger betonte, dass ein wahrhaftiges ökumenisches Bemühen kein Selbstzweck sei, sondern vielmehr Verkündigung von Leben, Tod und Auferstehung Jesu. „Ein Dialog der Konfessionen ist wesentlich für die Glaubwürdigkeit der Verkündigung“, so Freudenberger. Sie benannte zahlreiche Projekte des Bistums Hildesheim im ökumenischen Dialog, sowohl vor Ort in den Gemeinden, als auch auf Ebene des Bistums und darüber hinaus im Land Niedersachsen.

Das anschließende Podium war geprägt von Fragen der Mitglieder des Rates. Es ging sowohl um ganz pragmatische Fragestellungen wie sich Ökumene angesichts der Energiekrise auch außerhalb von gemeinsamen Gottesdiensten niederschlagen kann, als auch um Anregungen, wie man die Gläubigen vor Ort bei der Entwicklung der eigenen Spiritualität unterstützen kann.

Über das Thema Ökumene hinaus befasste sich der Diözesanrat mit den Finanzen des Bistums Hildesheim. Finanzdirektorin Anja Terhorst stellte sich den zahlreichen Fragen der Gremiumsmitglieder und ermutigte sie Ihre Ideen, Gedanken und auch Sorgen einzubringen. „Es geht darum, was wir gemeinsam für die Zukunft gestalten können“ betonte Terhorst, „dazu braucht es vor Ort engagierte Gremien, mit einer Vision von Kirche für die Zukunft“.

Außerdem hat der Diözesanrat ein positives Votum zum geplanten Christlichen Religionsunterricht verabschiedet. „Der Diözesanrat begrüßt die Überlegungen für einen christlichen Religionsunterricht. Für die konkrete Ausgestaltung spricht sich der Diözesanrat dafür aus, die Situation der katholischen Schulen zu berücksichtigen“, so der Beschlusstext.

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