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Kirche 2030 schätzt Traditionen, ohne Angst vor Veränderungen. Strukturen sind gut, solange sie nicht hindern.

 - Christiane Hülsbusch
Christiane Hülsbusch, durch Bischof Heiner berufenes Mitglied

ZdK im Wandel

Geistlicher Einstieg beim vorabendlichen Treffen der Räte. Foto: Quecke

ZdK Präsidium. Foto: Harald Oppitz/KNA

Abschied von Gabriele Erpenbeck Foto: Albers

Auch wenn sich (scheinbar) langsam Routine einschleicht, aber knapp 17 Stunden online-Vollversammlung des ZdK (23./24.4.2021) stellen schon gewisse Herausforderungen an die Teilnehmenden dar. Zum zweiten Mal fand die Vollversammlung digital statt, nur Präsidium und Technik waren vor Ort in Bonn. Erschien die Tagesordnung zunächst wie „business as usual“, so waren da aber in der Realität doch einige unerwartete Momente zu verzeichnen. Für den ersten sorgte der ZdK-Präsident, Prof. Dr. Thomas Sternberg, selbst, als er ankündigte nach Ablauf seiner Amtszeit im Herbst 2021 nicht wieder für dieses Amt zu kandidieren. Ein weiterer spannender Punkt war die Wahl der 45 zu wählenden Einzelpersönlichkeiten. Aus Hildesheimer Sicht sehr erfreulich ist die Wiederwahl von Prof. Dr. Heinrich Detering aus Göttingen. Unter den Gewählten gibt es ein paar spannende „Neulinge“ wie die Schriftstellerin Nora Bossong, den Klimaforscher Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, den durch sein Engagement gegen menschenunwürdige Zustände in der Fleischindustrie bekannt gewordenen Pfr. Peter Kossen, sowie die Benediktinerin Sr. Philippa Rath aus Eibingen. Die „Kehrseite“ davon ist natürlich die Verabschiedung von ausscheidenenden Mitgliedern. Aus dem Bistum Hildesheim gehört mit Gabriele Erpenbeck aus Hannover ein wahres ZdK-„Urgestein“ dazu, für deren langjähriges Engagement der ZdK-Präsident im Namen der Versammlung herzlich dankte.

Besonders eindrücklich waren die Berichte von Mitgliedern des Betroffenenbeirates der Deutschen Bischofskonferenz. Zwei der Überlebenden sexualisierter Gewalt werden als Einzelpersönlichkeiten im ZdK ihre Erfahrungen mit Machtmissbrauch in der Kirche in die Vollversammlung künftig einbringen können.

Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag des Prager Religionsphilosophen Tomáš Halik zur „Situation von Kirche und Glauben in der Pandemie“. (Link siehe unten).

Beschlossen wurden bei den Anträgen die Verwendung gendergerechter Sprachformen im ZdK, die Forderung, weibliche Genitalverstümmelung auch bei Asylverfahren entsprechend zu gewichten, sowie die Forderung, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie weltweite Soldarität gemäß den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation zu üben, insbesondere hinsichtlich der Verteilung von Impfstoffen.

Der Ausblick auf den digitalen Ökumenischen Kirchentag und der Stand der Planungen zum Umzug des ZdK von Bonn nach Berlin rundeten die Veranstaltung ab.

 

Winfried Quecke
 

„Bericht zur Lage“ https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/Bericht-zur-Lage-Prof-Dr-Thomas-Sternberg--451M/

Vortrag Tomáš Halik https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/Situation-von-Kirche-und-Glauben-in-der-Pandemie-Tomas-Halik--452y/

Erklärung „Nein zu weiblicher Genitalverstümmelung“ https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Nein-zu-weiblicher-Genitalverstuemmelung-274l/

Erklärung „Weltweite Solidarität bei der Bekämpfung der Corona-Krise“ https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Weltweite-Solidaritaet-bei-der-Bekaempfung-der-Corona-Krise-273P/

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