Menü
Diözesanrat Bistum Hildesheim Logo

Kirche 2030 schätzt Traditionen, ohne Angst vor Veränderungen. Strukturen sind gut, solange sie nicht hindern.

 - Christiane Hülsbusch
Christiane Hülsbusch, durch Bischof Heiner berufenes Mitglied

Macht, Liebe, Seelsorge

Zugeschaltete Mitglieder der Synodalforen in die Vollversammlung des Diözesanrates: Manuela Weinhardt-Franz (Forum Frauen), Wolfgang Klose (Forum Sexualität), Prof. Dr. Tine Stein (Forum Macht) mit Bischof Dr. Heiner Wilmer.

Kleingruppenarbeit zum Forum "Priesterliche Existenz heute" mit Ursula Becker.

Winfried Quecke und Bischof Heiner im Gespräch über den synodalen Weg.

Kirchenrechtler Benedikt Steenberg und ZdK Vize-Präsident Wolfgang Klose äußern sich zur Instruktion.

Es geht um Macht und Priester, um Frauen und Liebe, um Laien und Leitung. In knapp vier Stunden widmen sich die Mitglieder des Diözesanrats der Katholik*innen im Bistum Hildesheim zwei Fragen, die auf den Nägeln brennen. Wie geht es weiter mit dem synodalen Weg? Und: Welche Bedeutung hat die jüngste Instruktion der Kleruskongregation zu Pfarrei-Reformen?

Tags zuvor hatten die Regionalkonferenzen zum synodalen Weg stattgefunden. Bischof Heiner Wilmer und Diözesanratsmitglied Winfried Quecke hatten daran teilgenommen und berichten über gute, engagierte Diskussion: „Das ist ein spannender Prozess, auch wenn es hier und da natürlich noch ruckelt“, macht Wilmer geltend. Er sieht mehr und mehr die Notwendigkeit, sich mit ähnlichen Prozessen in anderen Ländern zu vernetzen: „Wir müssen groß denken.“

Für Quecke wird der synodale Weg nicht darumkommen, deutliche Änderungen an bestehenden Satzungen zu fordern: „Das betrifft zentral die Machtstrukturen in der Kirche, umfassende Beteiligung von Frauen und die Sexualmoral.“ Nur Bestehendes besser zu erklären, reiche längst nicht mehr.

Grundsätze von Freiheit und Gleichheit verankern

Auf die Notwendigkeit deutlicher Schritte verweist auch Professorin Dr. Tine Stein. Die Göttinger Politikwissenschaftlerin ist Mitglied des Forums „Macht und Gewaltenteilung“ des Synodalen Wegs. Ihre Forderung: „Wir brauchen eine neue Verfasstheit der Kirche, die Grundsätze von Freiheit und Gleichheit beinhaltet.“ Das müsse im Kirchenrecht verankert werden.


Auf ein besonderes Spannungsverhältnis in der Frage „Priesterliche Existenz heute“ macht Ursula Becker aufmerksam. Das Mitglied der Gemeinschaft christlichen Lebens aus Aachen gehört diesem Forum an. Auf der einen Seite gebe es noch vieles, was zur Überhöhung von Priestern beitrage. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr Priester pauschal abzuwerten.


Beim Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ brauche es kraftvolle Anstrengungen, um alle Gestaltungsräume für Teilhabe zu nutzen, betont Manuela Weinhard-Franz, Forumsmitglied und Gleichstellungsbeauftragte des Bistums Hildesheim: „Gerade bei Leitungsfragen in den Gemeinden sind die Kompetenzen von Frauen und Männern unverzichtbar.“

Beim Forum „Liebe, Sexualität und Partnerschaft“, prallen durchaus Gegensätze aufeinander, berichtet Wolfgang Klose. Der Vize-Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): „Eine Polarität zwischen Bewahrern der Sexualmoral und Reformwilligen.“

VON RÜDIGER WALA /KIZ

Es geht um Macht und Priester, um Frauen und Liebe, um Laien und Leitung. In knapp vier Stunden widmen sich die Mitglieder des Diözesanrats der Katholik*innen im Bistum Hildesheim zwei Fragen, die auf den Nägeln brennen. Wie geht es weiter mit dem synodalen Weg? Und: Welche Bedeutung hat die jüngste Instruktion der Kleruskongregation zu Pfarrei-Reformen?

Tags zuvor hatten die Regionalkonferenzen zum synodalen Weg stattgefunden. Bischof Heiner Wilmer und Diözesanratsmitglied Winfried Quecke hatten daran teilgenommen und berichten über gute, engagierte Diskussion: „Das ist ein spannender Prozess, auch wenn es hier und da natürlich noch ruckelt“, macht Wilmer geltend. Er sieht mehr und mehr die Notwendigkeit, sich mit ähnlichen Prozessen in anderen Ländern zu vernetzen: „Wir müssen groß denken.“

Für Quecke wird der synodale Weg nicht darumkommen, deutliche Änderungen an bestehenden Satzungen zu fordern: „Das betrifft zentral die Machtstrukturen in der Kirche, umfassende Beteiligung von Frauen und die Sexualmoral.“ Nur Bestehendes besser zu erklären, reiche längst nicht mehr.

Grundsätze von Freiheit und Gleichheit verankern

 

Auf die Notwendigkeit deutlicher Schritte verweist auch Professorin Dr. Tine Stein. Die Göttinger Politikwissenschaftlerin ist Mitglied des Forums „Macht und Gewaltenteilung“ des Synodalen Wegs. Ihre Forderung: „Wir brauchen eine neue Verfasstheit der Kirche, die Grundsätze von Freiheit und Gleichheit beinhaltet.“ Das müsse im Kirchenrecht verankert werden.


Auf ein besonderes Spannungsverhältnis in der Frage „Priesterliche Existenz heute“ macht Ursula Becker aufmerksam. Das Mitglied der Gemeinschaft christlichen Lebens aus Aachen gehört diesem Forum an. Auf der einen Seite gebe es noch vieles, was zur Überhöhung von Priestern beitrage. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr Priester pauschal abzuwerten.


Beim Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ brauche es kraftvolle Anstrengungen, um alle Gestaltungsräume für Teilhabe zu nutzen, betont Manuela Weinhard-Franz, Forumsmitglied und Gleichstellungsbeauftragte des Bistums Hildesheim: „Gerade bei Leitungsfragen in den Gemeinden sind die Kompetenzen von Frauen und Männern unverzichtbar.“

Beim Forum „Liebe, Sexualität und Partnerschaft“, prallen durchaus Gegensätze aufeinander, berichtet Wolfgang Klose. Der Vize-Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): „Eine Polarität zwischen Bewahrern der Sexualmoral und Reformwilligen.“
 

 

VON RÜDIGER WALA /KIZ

  • Keine Dateien vorhanden.