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Eine Kirche mit offenen Türen für Fremde, Arme, Mutlose, Trauernde; mit Christinnen und Christen, die sich zu ihnen auf den Weg machen.

 - Rüdiger Wala
Rüdiger Wala, Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB)

Neuer Name, neues Team, neue Ideen:

Der neue Vorstand: Christian Leidner, Christiane Hülsbusch (stellvertretende Vorsitzende), Dr. Christian Heimann (Vorsitzender), Klaus Neumann, Teresa Schubert und der Bischöfliche Beauftragte Rat Dr. Christian Hennecke (von links). Foto: Wala

Ein Schwerpunkt der Vollversammlung des Diözesanrates: Die Beratung über künftige Arbeitsinhalte. | Fotos: Wala

Der Diözesanrat der Katholik*innen hat seine Arbeit für die kommenden vier Jahre aufgenommen. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Christian Heimann aus Ilsede gewählt.

Seit dem 1. Mai ist es offiziell und bischöflich bestätigt – der neue Name der höchsten Vertretung der Laien im Bistum: Diözesanrat der Katholik*innen heißt es nun.  Das wurde noch in der letzten Amtsperiode beschlossen – um deutlich zu machen, welche Bedeutung das Engagement von Frauen für die Kirche hat. Künftig also mit Sternchen: Nicht aus Mode, sondern aus Überzeugung. 

Zwei Themen standen im Mittelpunkt der ersten Vollversammlung der 14. Amtsperiode des Rates: die Verständigung über Arbeitsschwerpunkte und -weise und die Wahl eines neuen Vorstandes.

„Kirche als Bereicherung der Gesellschaft“

Zum neuen Vorsitzenden des Rates wählte die Vollversammlung Dr. Christian Heimann aus Ilsede. Der 50-jährige Informatiker geht in seine vierte Amtsperiode: „In den letzten 12 Jahren habe ich mich den Themen ‚Gemeinsame Verantwortung‘ und ‚Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung‘ gewidmet“, erläutert Heimann. Ihm ist es wichtig, diese Themen in die Breite des Bistums und in die Gesellschaft zu tragen: „Wir haben da eher einen Marathon als einen Kurzstreckenlauf vor uns.“

Grundsätzlich geht es dem vierfachen Familienvater um eine „Kirche von Hildesheim, die von der Gesellschaft als Bereicherung wahrgenommen wird“. Eine durchaus herausfordernde Aufgabe: „Das möchte ich gern zusammen mit dem Vorstand und den Mitgliedern der Vollversammlung angehen – als ein Team.“ Denn in der Vielfalt des Rates liege seine Stärke: „Wir sind als Ganzes mehr als die Summe der Einzelnen.“ Heimann tritt die Nachfolge von Claus-Dieter Paschek an, der sich aus Altersgründen aus dem Diözesanrat zurückgezogen hat. 

Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Christiane Hülsbusch gewählt. Die 49-Jährige arbeitet als Verwaltungsangestellte in Hannover. Den Vorstand komplettieren: Klaus Neumann (59 Jahre, stellvertretender Schulleiter aus Hildesheim), Teresa Schubert, (35 Jahre, Lehrerin aus Hannover) und Christian Leidner (34 Jahre, Softwareentwickler aus Braunschweig). Qua Amt gehören auch Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke als Bischöflicher Beauftragter und die Geschäftsführerin Sabrina Stelzig dem Vorstand an.   

Zudem wählte die Vollversammlung die Hildesheimer Mitglieder für das Zentralkomitee der deutschen Katholiken: Mit Miriam Albers (Förderschulleiterin aus Goslar) und Winfried Quecke (Oberstudienrat aus Laatzen) setzen zwei Mitglieder ihre Tätigkeit im ZdK fort. Neu entsandt wird Kathrin Brauner (Grundschullehrerin aus Hannover). 

Gleichberechtigung und „synodaler Weg“ 

Bei der noch nicht abgeschlossenen Beratung der Arbeitsschwerpunkte zeichnen sich zwei Themen ab. Zum einen die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche. Das umfasse auch den Zugang von Frauen zu Weiheämter. Bereits 2013 ist der Diözesanrat als zweites Laiengremium dem „Netzwerk Diakonat der Frau beigetreten“ – um hier ein Zeichen zu setzen.

Zweiter Schwerpunkt: Der von den deutschen Bischöfen geplante „Synodale Weg“. In den Gesprächen aus der Vollversammlung wurde deutlich, dass dieser Weg auch im Bistum Hildesheim konsequent umgesetzt werden muss. Das bedeute auch,  dass er auf eine breite Grundlage gestellt und verbindliche Ergebnisse bringen müsse.

Generell hat sich der Rat verjüngt: „10 Mitglieder sind unter 40 Jahre alt. Die jüngste, Miriam Mellek aus Hildesheim, zählt 23 Jahre“, erläutert die Geschäftsführerin des Diözesanrates Sabrina Stelzig. Erstmals seit 16 Jahren ist mit Canisianer-Bruder Gustav Bücker wieder ein Vertreter der männlichen Orden dabei.

Die Zusammensetzung des Rates wird sich im Laufe der kommenden Monate noch erweitern. Aktuell sind 39 Mitglieder gewählt oder berufen, 45 sind möglich. Fünf Dekanate haben allerdings bisher keine Vertreter entsenden können. Neu im Rat vertreten sind auch die muttersprachlichen Gemeinden. Sie müssen sich noch auf ihre drei Delegierten verständigen.   


Rüdiger Wala. KIZ 2. Juni 2019

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